Das Leder
Des Leders lange Riemen
lassen auf der Haut, zart, rote Striemen
Sie ist dem Herren abgewandt,
sein eigen hat er sie genannt
Leise stöhnt sie voller Qual,
windet sich wie Fisch und Aal
So holt er aus, das Leder in der Hand,
trifft weiches Fleisch, Gesicht zur Wand
Hat verstanden was er befohlen,
steht vor ihm auf nackten Sohlen
Das Leder trifft die weiche Haut,
dem Wohlgemensch es nur so graut
Sein Besitz ihm zugewandt,
um den Hals das Lederband
Sie will den Schmerz, genießt die Pein,
sagt ganz leis, jetzt bist du mein


Herrin oder Herr
Die Riemen um das feste Fleisch
Das Leder in der rechten Hand
Mein Wunsch sei dir Befehl
Dein Antlitz von mir abgewandt
Kniest du vor mir , Schöngesicht
So vertraut, die Furcht unbekannt
Dem Herrn sollst du zum Dienen sein
Schmerz, so rein wie Diamant
Die Peitsche streichelt zart die Haut
Geschnürt, regungslos ganz leise
Sollst nur ihm zum seinen sein
Trägst die Pein auf deine Weise
Lust und Schmerz auf beiden Seiten
Eine genießt, einer muss leiden
Wer ist der Herr ?
Wer ist die Herrin ?