
Schönheit aus dem Meer
Dunkle Wellen rolln an den Strand,
bringen eine Leichˋ an Land.
Liegt wohl schon länger dort im Nass,
mann sieht es an dem Fischgefrass.
Bin ich schnell, angle sie mir
Bring sie heim in mein Revier
Auf dem Bette liegt sie da,
leicht verwesend, wunderbar.
Ein Auge fehlt, das ist nicht schön,
kann sie jetzt nur noch mono sehn.
Doch schau genau, sie lacht dich an,
fordert heraus den ganzen Mann.
Das Hirn sagt nein, der Schwanz schreit ja
"Sie liegt doch nur zum Ficken da !"
Schon verkriecht sich Aal in Spalte,
windet sich durch nasse Falte.
Speit die Fischmilch in den Leib,
in den Schoß des schönen Weibˋ
Ach so schnell ist es vorbei,
liegt die Leiche nebenbei.
Hirn und Herz schreien,
"Was hast du getan ?"
In der Geilheit, in deinem Wahn ?
Galle spritz mir aus dem Mund,
so quält es mich Stund um Stund
Den Kopf geschlagen an die Wand,
der Wahnsinn nimmt mir den Verstand.
Doch muss ich mich beenden,
hab das Messer in der Hand.
Bereit zu stoßen in das Herz,
will ich mir nehmen all den Schmerz.
Ein letzter Blick in das verwesende Gesicht.
Flüstert sie leise
"Verlass mich nicht !“